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Interview mit FPZ Kooperationspartner Max Michels (Caspar): "Wir bauen die digitale Rehaklinik für alle"

Pressemitteilung   •   Jun 26, 2018 11:25 CEST

Maximilian Michels - Co-Founder und Managing Director von Caspar

Maximilian Michels bietet mit seinen Geschäftspartnern, Maximilian von Waldenfels und Benjamin Pochhammer, eine besondere Online-Therapieplattform für Physio-, Ergo- und Sporttherapie sowie Logopädie an. Mit Caspar unterstützen sie Ärzte, Therapeuten und begleiten Patienten – alles zeit- und ortsunabhängig. Denn das System hebt die Grenzen des zeitlichen und örtlichen Therapiezugangs auf und gibt allen Menschen die Möglichkeit, jederzeit und überall richtig zu trainieren. Grundsätzliches Ziel ist es, die Wirksamkeit der Therapie zu steigern und einen barrierefreien Zugang zu Prävention und Rehabilitation zu ermöglichen. Die Idee hatte Michels Ende 2015. Damals war er noch Geschäftsführer einer der größten deutschen Rehabilitationskliniken.

Das junge Berliner Unternehmen ist nun auch Teil des FPZ Kosmos; die Partnerschaft ist bereits vertraglich besiegelt. FPZ Geschäftsführer Dr. Frank Schifferdecker-Hoch sieht in dem jungen Start-Up und seinen Machern sogar einen gleich tickenden Verbündeten im Tun und Denken. Mit Hilfe von Caspar Health kommen wir unserem Ziel, den Patienten das Beste aus zwei Welten bieten zu können, wieder ein ganzes Stück näher. Im hybriden Versorgungsmodell aus Präsenz-Therapie/-Training und digitaler Begleitung liegt die Zukunft, so Schifferdecker-Hoch.

Herr Michels, Caspar erreiche ich unter caspar-health.com. Was erwartet mich dort?

Zunächst einmal klären wir über unsere Webseite auf, welche Möglichkeiten Caspar für medizinische Einrichtungen und deren Patienten bietet. Unseren Kunden, den medizinischen Einrichtungen, bieten wir dann den Vorteil über unsere Web- und Mobile Apps mit ihren Patienten digitale Therapiemaßnahmen durchzuführen. Als Patient erhalten Sie über Caspar eine intensivere und effektivere Betreuung als sie bisher üblich und möglich ist. Therapeuten versetzen wir in die Lage, ihr eigenes digitales Therapiekonzept ohne Warte- und Entwicklungszeit starten zu können. Bestehende Einrichtungen wie Rehakliniken können dank unseres Portals eine digitale, weiterführende Therapie anbieten.

Vorurteile gegenüber digitalen Gesundheitslösungen gibt es sowohl in der Ärzteschaft als auch unter den Patienten reichlich. Wie begegnen Sie diesen - nennen wir sie mal - Ängsten?

Zunächst schon mal über unser Geschäftsmodell: Leistungserbringer bleibt immer die medizinische Einrichtung. Damit ist gewährleistet, dass Ärzte und Therapeuten auch bei der Nutzung von Caspar immer die Entscheidungsträger sowie die Ansprechpartner der Patienten bleiben. Das hat auch zur Folge, dass die Ärzte und Therapeuten ihre eigene Arbeit nachhaltiger machen, die erzielten Therapieerfolge langfristig verstetigen und die Patientenbindung intensivieren können. Als nächstes überzeugen wir durch Leistung und Ergebnisse: Caspar ist geprüftes Medizinprodukt. Wir orientieren uns an deutschen Reha-Standards. Die Entwicklung unserer Plattform und des Contents geschieht durch ein interdisziplinäres Therapeuten- und Ärzteteam. Ebenso wichtig ist, dass wir in Gänze die strengen Datenschutzanforderungen des deutschen Gesundheitswesens und der EU-DSGVO erfüllen. Für Letztere haben wir unser System kürzlich komplett neu aufgesetzt und konzipiert. Aktuell sind wir bei Caspar 2.0 angekommen.

Werden wir konkreter: Ich betreib eine kleine Rehaeinrichtung und möchte mit Caspar arbeiten. Was habe ich in diesem Fall zu tun?

Nun, nachdem Sie einen Vertrag mit der Betreibergesellschaft von Caspar, der Goreha GmbH, geschlossen haben, erhalten Sie die Login-Daten für Ihr persönliches Klinikportal. Im Dashboard laden Sie das Logo Ihrer Organisation hoch, damit Ihre Patienten es auch als Ihr Portal erleben. Anschließend legen Sie die berechtigten Therapeuten sowie die in Frage kommenden Patienten an. Und schon können Sie loslegen und Therapiemaßnahmen mit Ihren Patienten über die Plattform durchführen.

Welche Inhalte stelle ich den Patienten als Klinik bzw. Therapeut über Caspar zur Verfügung?

Wir entwickeln mit unserem interdisziplinären Therapeuten- und Ärzteteam und auch gemeinsam mit unseren Kunden ständig neue Übungen, Seminare und Vorträge. Diese werden in der Caspar Bibliothek zur Verfügung gestellt. Der Arzt oder Therapeut kann auf diese Inhalte zugreifen und sie für den Patienten individuell konfigurieren. Wichtig ist zu erwähnen, dass unsere Kunden ihren Patienten auch eigene Übungen und Inhalte auf unserer Plattform zur Verfügung stellen können. Es stehen unseren Kunden aber auch unsere CTS (Caspar Therapie Standards) Pläne zur Verfügung. So halten wir beispielsweise für die Versorgung nach einer Hüft-TEP 25 unterschiedliche Standardtherapiepläne bereit, die unterschiedliche Therapieziele und Schweregrade berücksichtigen. In diesen Plänen sind zahlreiche Übungen in Wort, Bild und Video dargestellt, die häufig in Kliniken am Patienten durchgeführt werden. Damit braucht der einzelne Therapeut nicht mehr bei null anzufangen. Er muss die Pläne nicht erst mühsam zusammenstellen, sondern kann anfänglich oder auch dauerhaft auf diese von der Klinik zur Verfügung gestellten Pläne zurückgreifen.

Was ist, wenn ein Patient mit den ausgewählten Übungen nicht zurechtkommt oder die Anwendung aufgrund seines Zustandes doch nicht möglich erscheint?

Die Aktivität des Patienten während der Übungsdurchführung wird von Caspar begleitet und bei Bedarf kann der Patient zu den Maßnahmen ein direktes Feedback an die Klinik geben. Die Klinik überwacht die Aktivität mit Hilfe eines Dashboards und kann auf das Feedback reagieren. Der Therapieplan wird dann bei Bedarf neu konfiguriert.

Letztendlich entscheidet immer der Arzt und oder Therapeut gemeinsam mit Patienten über die digitale Therapiemaßnahme. Wenn der Zustand oder die Motivation des Patienten eine digitale Therapiemaßnahme nicht zulassen, so kommt das System auch nicht zur Anwendung.

Welche und wie viele Therapiepläne enthält Caspar aktuell?

Wir haben über 80 Standardtherapiepläne (CTS) für unterschiedliche Fachbereiche entwickelt, etwa Orthopädie, Kardiologie und Neurologie. Auch berufsgruppenorientierte Präventionspläne sind hier mit hinterlegt. Dazu kommen Sonderthemen wie ein digitales Better in, Better out (BiBo). Insgesamt kann man aktuell aus einer Bibliothek mit über 1.000 relevanten Therapieinhalten – bestehend aus Übungen, Seminaren, Schulungen und Vorträgen auswählen.

BiBo ist ja auch ein wichtiges Stichwort für die Zusammenarbeit mit FPZ? Was gibt es dazu Neues zu berichten?

Wir entwickeln mit Hilfe der Erfahrungen, Daten und Expertenratschläge des FPZs Standardtherapiepläne, die gezielt auf Hüft- und Knie-TEP, sowie Prostata Operationen vorbereiten. Dazu gehören z.B. Muskelaufbau, Dehnung, Thromboseprophylaxe, aber auch Tipps, wie die Wohnung vorzubereiten ist etc.

Grundsätzlich werden viele Einrichtungen und Kliniken schon sehr viel eigenes Material vorliegen haben. Was geschieht damit?

Jeder Kunde kann eigene Materialien in seine ganz individuelle Übungsbibliothek hochladen, also völlig unabhängig von den Caspar-Inhalten.

Welche Materialien wären das?

Grundsätzlich unterscheiden wir unseren eigenen und den Upload-Content der Klinik in drei Arten:

1) Bewegungstherapie, beispielsweise Übungsvideos, die den Umgang und die Wiederholungen mit der Faszien-Rolle zeigen.

2) Education-Content wie Schulungen und Vorträge. Auch dieser Content erleichtert den Klinik-, Arzt- und Therapeuten-Alltag enorm. Oftmals fallen nämlich die vorgeschriebenen Patientenvorträge aus Mangel an Zeit und Ressourcen aus. Damit ist die Reha eigentlich unvollständig. Mit Hilfe der Online-Bibliothek können die Patienten nun zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit den Wissensbeiträgen versorgt werden, etwa Informationen rund um die Krankheit sowie zu Stressbewältigung und Ernährung.

3) Klinikspezifische Informationen, die Patienten oder auch Patientengruppen zur Verfügung gestellt werden können.

Wir haben jetzt die diversen Vorteile seitens des Arztes und der Klinik beleuchtet, kommen wir nun zu den Patienten: Ich habe eine OP hinter mich gebracht. Was mache ich nun wie mit Caspar?

... Hinweis: Lesen Sie in der kommenden Woche die Antwort auf diese Frage und viele weitere im zweiten Teil des Interviews nach.

Tipp: Sie wollen den zweiten Teil des Caspar-Interviews unter keinen Umständen verpassen? Dann folgen Sie doch gerne unserem Newsroom mit Hilfe des rot-grauen Buttons (FPZ GmbH folgen) oben rechts auf dieser Seite.

Das Interview führte Peter Laaks. Der freie Journalist mit eigenem Pressebüro in Essen schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien im Bereich HealthCare und Wirtschaft. Außerdem unterstützt er Unternehmen bei ihrer Presse- und Medienarbeit, u.a. das Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ GmbH). E-Mail: redaktion@pressebuero-laaks.de.

Das Unternehmen FPZ erforscht, entwickelt und vermarktet wirksame Präventions- und Therapieprogramme zur individuellen Verbesserung der durch Bewegungsmangel verursachten Funktionsverluste und zur Steigerung der Lebensqualität von Menschen mit Rückenschmerzen.

Mit ihren kooperierenden Ärzten, Rückenzentren und Kostenträgern bildet die FPZ GmbH mit Zentralsitz in Köln ein bundesweites Netzwerk der Rückenexperten unter der Leitung des Sozialwissenschaftlers Dr. Frank Schifferdecker-Hoch. Bereits 1990 wurde mit der Entwicklung der analyse- und gerätegestützten Rückenschmerztherapie – FPZ Therapie – für Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Rücken- und/oder Nackenschmerzen begonnen. 1993 wurde das damalige Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) gegründet. Die dort entwickelte, individuelle Therapie wird von Ärzten verordnet, von Therapeuten in FPZ Rückenzentren persönlich betreut und von aktuell mehr als 50 Kostenträgern erstattet. Das FPZ unterhält inzwischen eine einmalige Datenbank wissenschaftlicher Auswertungen zum Thema Rückenschmerz. // FPZ GmbH. GF: Dr. rer. soc. Frank Schifferdecker- Hoch. HRB 24453 Köln.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Sammelbezeichnungen wie Ärzte, Mitarbeiter, Patienten, Wissenschaftler sind daher als geschlechtsneutral anzusehen.

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