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Studie: Krankenkassen und Rückenschmerz - Kosteneinsparungen bei optimaler Patientenversorgung möglich

Pressemitteilung   •   Okt 31, 2018 13:12 CET

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeitstage

Gesetzliche Krankenkassen können ihre Ausgaben für Rückenschmerz senken und dennoch ihren Versicherten die bestmögliche Versorgung zu teil werden lassen. Der entsprechende Lösungsansatz ergibt sich aus einer neuen FPZ Studie, die die Selektion von Rückenschmerzpatienten durch das Krankengeld-Fallmanagement beschreibt und empfiehlt.

Hintergrund: Die gesetzlichen Krankenkassen sehen sich seit 2006 mit ständig steigenden Krankengeldkosten konfrontiert. Zu dieser Einschätzung kommt auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in seinem Sondergutachten 2015. Es trägt den den Titel „Krankengeld – Entwicklung, Ursachen und Steuerungsmöglichkeiten“. Für viele wenig verwunderlich, die Volkskrankheit Rückenschmerz zählt zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage). Dies bestätigt auch der DAK-Gesundheitsreport 2017. Einige Krankenkassen haben sich dazu entschieden, ihren Versicherten gezielt eine Teilnahme an der Besonderen Versorgung (BV) Rückenschmerz und der FPZ Therapie zu empfehlen und ihnen diese unkompliziert zu ermöglichen. Die Versicherten dieser Zielgruppe zeichnen sich durch hohe Kosten, jedoch nicht zwangsläufig durch hohe Schmerzen oder einen hohen Chronifizierungsgrad aus. Die Angaben dieser Personen sind u.a. in die jetzt veröffentlichte Studie mit eingeflossen.

Die Untersuchung

Genauer gesagt, wurden für die aktuelle Untersuchung die Daten von Rückenschmerzpatienten verwendet, welche zwischen März 2013 und Dezember 2017 an der FPZ Besondere Versorgung Rückenschmerz und später an der FPZ Therapie teilgenommen haben. Die Datenerhebung fand in FPZ Therapiezentren in der gesamten Bundesrepublik statt. Die Wissenschaftler haben die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Der Interventionsgruppe wurde aufgrund ihrer Auffälligkeit durch eine erhöhte Zahl an AU-Tagen von ihrer Krankenkasse die FPZ Therapie empfohlen. Als Vergleichsgruppe dienten Patienten, die über den konventionellen Weg der Arzteinschreibung am Programm teilgenommen haben. Es wurde die Entwicklung der Kostenfaktoren im Therapieverlauf untersucht.

Auszug aus den Ergebnissen

Die Schmerzdauer, bevor ein Patient mit der FPZ Therapie beginnt, ist für Rücken- und Nackenbeschwerden bei Patienten aus dem Krankengeldfallmanagement signifikant kürzer als für Patienten aus dem Arzteinschreibeweg. Durch vorherige Selektion können die Kassen in diesem Zusammenhang einige kostenintensive Schlüsselparameter deutlich senken. Dazu gehört insbesondere die Reduktion von AU-Tagen, Medikamentendosen und stationären Aufenthalten.

Fazit

Beiden Gruppen gelingen im Verlauf der FPZ Therapie in allen untersuchten Parametern positive Entwicklungen. Zwischen den Gruppen treten jedoch Unterschiede auf: Patienten aus der Krankengeldgruppe gelangen früher in die Therapie. Dies entlastet erfahrungsgemäß den Patienten, aber auch den Kostenträger durch die Vermeidung eines jahrelangen Irrwegs, der seinen Versicherten von Leistungserbringer zu Leistungserbringer führt.

Hier greift laut den Studienautoren ein wichtiger Mechanismus: Die Daten zur Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer bestimmten Diagnose laufen frühzeitig beim Kostenträger ein. Im Gegensatz zu anderen Versorgungsdaten, wie Heilmittel und Medikamente, kann die Krankenkasse auf solche Informationen sehr schnell reagieren und Patienten zeitnah eine wirksame Therapie empfehlen. Dies sei auch vorteilhaft, da gerade AU-Tage der wichtigste Prädiktor für eine Frühberentung seien, so die Wissenschaftler. Je länger ein Patient krankgeschrieben sei, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr zur Arbeitsstelle.

Die genauen Ergebnisse der neuen Studie sind im dazugehörigen Handout (siehe verlinkte Inhalte) nachzulesen.

Das Unternehmen FPZ erforscht, entwickelt und vermarktet wirksame Präventions- und Therapieprogramme zur individuellen Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems.

Mit ihren kooperierenden Ärzten, Therapiezentren und Kostenträgern bildet die FPZ GmbH mit Zentralsitz in Köln ein bundesweites Netzwerk unter der Leitung des Sozialwissenschaftlers Dr. Frank Schifferdecker-Hoch. Bereits 1990 wurde mit der Entwicklung der analyse- und gerätegestützten Rückenschmerztherapie – FPZ Therapie – für Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Rücken- und/oder Nackenschmerzen begonnen. 1993 wurde das damalige Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) gegründet. Die dort entwickelte, individuelle Therapie wird von Ärzten verordnet, von Therapeuten in FPZ Therapiezentren persönlich betreut und von aktuell mehr als 50 Kostenträgern erstattet. Das FPZ unterhält inzwischen eine einmalige Datenbank wissenschaftlicher Auswertungen zum Thema Rückenschmerz. // FPZ GmbH. GF: Dr. rer. soc. Frank Schifferdecker- Hoch. HRB 24453 Köln.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Sammelbezeichnungen wie Ärzte, Mitarbeiter, Patienten, Wissenschaftler sind daher als geschlechtsneutral anzusehen.

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