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Das Schmerzalter ist relevant für eine individuelle Prognose zum Therapieerfolg.
Das Schmerzalter ist relevant für eine individuelle Prognose zum Therapieerfolg.

Pressemitteilung -

FPZ Studie: Berücksichtigung des Schmerzalters erleichtert die Erfolgsprognose einer Rückentherapie

Eine brandneue FPZ Studie zeigt jetzt, dass das Schmerzalter* zur Prognose für den Therapieerfolg bei Rücken- und Nackenschmerz durchaus herangezogen werden sollte.

Insgesamt wurden für die Untersuchung 29.362 Patientendatensätze aus den bundesweit verteilten FPZ Rückenzentren nachträglich ausgewertet. Alle Probanden hatten 24 Therapieeinheiten absolviert. Der Untersuchungszeitraum reicht von 2010 bis 2016. Die Wissenschaftler teilten die Patienten dazu in zwei Gruppen ein:

  • Patienten mit einem hohen Schmerzalter (Erklärung siehe unten*)
  • Patienten mit niedrigem Schmerzalter (Rest).

Das Ergebnis (Auszug): Sowohl für Patienten mit Nacken- als auch mit Rückenbeschwerden zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, beschwerdefrei zu werden, in der Gruppe mit geringerem Schmerzalter deutlich höher ist. Allerdings zeigt die Studie auch, dass die Möglichkeit, die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur zu trainieren auch für Patienten gegeben bleibt, die der Gruppe „Hohes Schmerzalter“ angehören. Es ist also egal, wie lange die Beschwerden bestehen, die FPZ Therapie zeigt in allen Fällen die bekannten positiven Effekte.

Auf der anderen Seite zeigen die Ergebnisse, dass die Schmerzproblematik bei länger andauernden Beschwerden steigt und durch die FPZ Therapie schwieriger in den Griff zu bekommen ist. Der Schmerz verfestigt und vertieft sich mit anhaltenden Beschwerden, was sich bei Patienten mit mindestens einem Viertel Lebenszeit mit Schmerzen besonders bemerkbar macht. Auf alle Fälle helfen die Erkenntnisse nach Einschätzung der Autoren der Studie (Dr. Frank Schifferdecker-Hoch, Michael Wehrhahn, Dr. Michael Hollmann) dem behandelnden Therapeuten, seinen Patienten genauer einschätzen zu können und ihm eine realistische Zielsetzung für die Therapie im Aufbauprogramm zu vermitteln.

Außerdem helfen die Erkenntnisse zum Schmerzalter, den Patienten im Verlauf der Therapie zu motivieren. Vor allem Patienten mit längerer Schmerzgeschichte wertschätzen schon kleinste Verbesserungen. Aufgrund dieser Ergebnisse erscheint es den Experten medizinisch sinnvoll, schon frühzeitig zu intervenieren und eine geeignete Therapiemaßnahme durchzuführen, bevor der Patient eine Beschwerdedauer von einem Viertel seiner Lebenszeit überschreitet.

Allgemeiner Gedankenanstoß: Die frühe Intervention ist im aktuellen Finanzierungsmodell des deutschen Gesundheitssystems nicht vorgesehen. Hier ist eher eine spätere Behandlung gängig, die sich an chronifizierten Patienten orientiert.

*Das Schmerzalter drückt den Anteil der Zeit mit Rücken-/Nackenschmerzen in Bezug zum Lebensalter aus. Übersteigt das Schmerzalter ein Viertel des Lebensalters, hat der Patient gemäß früherer Beobachtungen geringere Aussichten auf eine Schmerzfreiheit durch die Therapie und man spricht von hohem Schmerzalter. Die Schmerzdauer ist generell ein wichtiger Teil in der Bewertung von Schmerzpatienten und wird auch in Fragebögen wie dem MPSS (Mainzer Stadienmodell der Schmerz-Chronifizierung) einbezogen. Auch in den Analysen zur FPZ Therapie wird die bisherige Schmerzdauer, als Schmerzalter ausgedrückt, abgefragt und zur Bewertung des Patienten genutzt.

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Das Unternehmen FPZ erforscht, entwickelt und vermarktet wirksame Präventions- und Therapieprogramme zur individuellen Verbesserung der durch Bewegungsmangel verursachten Funktionsverluste und zur Steigerung der Lebensqualität von Menschen mit Rückenschmerzen.

Mit ihren kooperierenden Ärzten, Rückenzentren und Kostenträgern bildet die FPZ GmbH mit Zentralsitz in Köln ein bundesweites Netzwerk der Rückenexperten unter der Leitung des Sozialwissenschaftlers Dr. Frank Schifferdecker-Hoch. Bereits 1990 wurde mit der Entwicklung der analyse- und gerätegestützten Rückenschmerztherapie – FPZ Therapie – für Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Rücken- und/oder Nackenschmerzen begonnen. 1993 wurde das damalige Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) gegründet. Die dort entwickelte, individuelle Therapie wird von Ärzten verordnet, von Therapeuten in FPZ Rückenzentren persönlich betreut und von aktuell mehr als 50 Kostenträgern erstattet. Das FPZ unterhält inzwischen eine einmalige Datenbank wissenschaftlicher Auswertungen zum Thema Rückenschmerz. // FPZ: Deutschland den Rücken stärken GmbH. GF: Dr. rer. soc. Frank Schifferdecker- Hoch. HRB 24453 Köln.

Pressekontakte

Catharina Kern

Catharina Kern

Pressekontakt Marketing & PR +49 221 99530651
Peter Laaks (extern)

Peter Laaks (extern)

Pressekontakt Presse, Öffentlichkeitsarbeit +49 201 50733454
Dr. Michael Hollmann

Dr. Michael Hollmann

Wissenschaft +49 221 99530711

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Das Unternehmen FPZ ermöglicht seit 1993 die nützlichsten Therapien, um die menschliche Muskulatur als körpereigene Apotheke zu aktivieren und den Menschen damit mehr gesunde Lebensjahre zu schenken.

Zum aktuellen Leistungsspektrum des Forschungs- und Präventionszentrums gehören Programme zum chronischen Rückenschmerz, Arthrose, Osteoporose und Sturzprophylaxe.

Die entwickelten Programme von FPZ reduzieren die Auswirkungen der großen chronischen Volkskrankheiten und erzielen breitbandspektrale Effekte auf körperlicher und mentaler Ebene, die die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Menschen nachhaltig steigern.

Es werden ausschließlich Therapien zur Anwendung gebracht, die dem modernsten Stand der Wissenschaft entsprechen und den Nutzen zweifelsfrei bewiesen haben. FPZ versteht sich als Wissensbrücke aus der Wissenschaft in die praktische Anwendung, um Therapeuten und Betroffenen zu befähigen.

Bis 2025 will FPZ seinen teilnehmenden Patienten mehr als 500.000 gesunde Lebensjahre ermöglicht haben.