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Interview: FPZ Campus mit Blended-Learning und Fokus auf Evidenz

Pressemitteilung   •   Jun 24, 2019 11:16 CEST

Martin Helmes - verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung sowie Hauptansprechpartner des FPZ Campus

Martin Helmes ist im Hause FPZ verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung und damit Hauptansprechpartner für alle Themen rund um den neuen Campus. In diesem kurzen Interview gewährt er einen Blick auf den Entstehungsprozess des Blended-Learning Konzeptes.

Für wen ist der Campus gedacht bzw. konzipiert?

Der Campus spricht drei Zielgruppen an:

1) Therapeuten, welche die FPZ Therapie praktisch umsetzen möchten und sich daher zum FPZ Therapeuten fortbilden lassen.

2) FPZ Therapeuten, die an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen möchten. Dies ist insbesondere durch unsere neuen Formate wie das Update FPZ Therapeut oder den Refresher FPZ Therapeut jetzt auch von zu Hause aus gut möglich.

3) Interessierte, die sich im Bereich der Therapie mit all ihren Facetten wie Kommunikation, evidenzbasierte Therapie, therapeutische Konzepte u.v.m. auf dem aktuellen Stand halten möchten.

Wann wurde der Umbau des „alten“ Campus beschlossen?

Das war Mitte 2017. Damals gab es einen Umbruch im Personalstand und wir wollten die Präsenzzeiten für die Ausbildung hier in Köln reduzieren. Schnell kam die Idee auf, einen Teil der Lerninhalte über E-Learnings zu vermitteln. Daraus entstand dann auch gleich ein neues Modell der Ausbildung und Weiterqualifikation der Therapeuten. Die Inhalte der Ausbildung sind jetzt noch stärker evidenzbasiert und orientieren sich an aktuellen Denkmodellen und Standards in der internationalen Forschung und Therapie.

Im Prinzip hatten wir aber auch richtig Glück, denn wir durften in der Konzeption praktisch nochmal mit einem leeren Blatt Papier beginnen. Der neue Campus ist nicht einfach eine Version 2.0 des alten Konzeptes, sondern etwas Neues. Wir hatten die Chance, eine Ausbildung zu gestalten, wie wir sie uns immer selbst gewünscht hätten. Dazu haben wir Kooperationen mit Universitäten schließen können, die uns wissenschaftlich unterstützen.

Nochmal zum Verständnis: Sie haben tatsächlich alle Lehrmaterialien neu erstellt?

Ja genau. Auch das gesamte didaktische Konzept dahinter ist ein anderes als zuvor. Das war schon allein deshalb notwendig, weil wir den Wechsel von Präsenzunterricht und Buch hin zum E-Learning vollzogen haben.

Gibt es beispielsweise während der Ausbildung zum FPZ Therapeuten trotzdem noch Präsenzphasen?

Wir setzen jetzt verstärkt aktive Lernformen ein und deutlich weniger passive, wie den Vortrag. Den gibt es aber natürlich immer noch, wo er angebracht ist. FPZ Therapeuten müssen bei ihrer Ausbildung jetzt aber nur noch zwei statt bisher vier Präsenztage in Köln absolvieren. Wir bieten also eine Kombination aus Präsenzunterricht und E-Learning.

Wo liegt der primäre Vorteil des neuen Curriculums?

Es gibt viele Vorteile, darunter zwei besonders große. Zum einen kann der Teilnehmer des Kurses sich seine Lernzeit frei einteilen und die Inhalte dann absolvieren, wenn es ihm am besten passt. Zum anderen steigert die Kombination aus Text, Audio und Video in Zusammenspiel mit Interaktivität die Motivation der Teilnehmer.

Der Lernende hat beim E-Learning zudem die Möglichkeit, den Stoff so lange zu lernen, bis er ihn beherrscht. Er kann das Lerntempo also selbst steuern. Wir überprüfen den Lernstand dann in jedem Modul mittels einer Klausur. Erst wenn diese erfolgreich bestanden ist, kann die nächste Lerneinheit begonnen werden.

Beschreiben Sie doch bitte kurz den Ablauf der neue FPZ Therapeuten Ausbildung.

Zu Beginn gibt es ein einführendes Webinar mit einer Einführung in das System und der Möglichkeit für alle, Fragen zu stellen. Hier gibt es auch die ersten Aufgaben, die für das Lernportfolio erstellt werden müssen. Nach der Hälfte des Kurses folgt ein Halbzeit-Check, ebenfalls per Webinar. Hier haben die Studenten wieder die Möglichkeit, ihre Rückfragen zu den Lerninhalten direkt an das Didaktik-Team zu stellen. Der ganze Kurs sollte mindestens acht Wochen vor dem Präsenzseminar begonnen werden.

Wieviel Zeitaufwand bedeutet die Ausbildung für einen Therapeuten, der ganz normal in einem FPZ Therapiezentrum arbeitet?

Wir empfehlen bei einer 5-Tage-Woche 60 Minuten pro Tag als durchschnittliche Lernzeit. Dann sollte man bequem und ohne Stress zum Abschluss kommen.

Wie funktioniert die Weiterbildung für die Therapeuten, die fachlich ja weiterhin am Ball bleiben müssen?

Hier haben wir ebenfalls neue Ideen entwickelt. Wir haben ein Punktekonto eingeführt, ähnlich wie ein Miles & More Konto. Die Punkte erwirbt der Therapeut durch die Teilnahme an verschiedenen Seminaren. Erworbene Fortbildungspunkte sind dann jeweils ein Jahr gültig.

Meine Abschlussfrage: Wie kommt der neue Campus bei der Zielgruppe an?

Wir bemerken eine verstärkte Nachfrage. Es scheint so, also hätten viele Therapiezentren geradezu auf solche modernen Lernmöglichkeiten gewartet. Sie melden ihre Therapeuten verstärkt für Campus Aus- und Fortbildungen an. Das freut uns natürlich sehr.

Unter welcher Internetadresse kann ich mich als interessierter Therapeut näher über das komplette Campus-Angebot informieren?

Auf einer eigenen Website stellen wir alle notwendigen und wichtigen Informationen bereit: https://campus.fpz.de

Danke für das Gespräch.

Das Interview führte Peter Laaks. Der freie Journalist mit eigenem Pressebüro in Essen schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien im Bereich HealthCare und Wirtschaft. Außerdem unterstützt er Unternehmen bei ihrer Presse- und Medienarbeit, u.a. das Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ GmbH). E-Mail: redaktion@pressebuero-laaks.de.

Das Unternehmen FPZ erforscht, entwickelt und vermarktet wirksame Präventions- und Therapieprogramme zur individuellen Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems.

Mit ihren kooperierenden Ärzten, Therapiezentren und Kostenträgern bildet die FPZ GmbH mit Zentralsitz in Köln ein bundesweites Netzwerk unter der Leitung des Sozialwissenschaftlers Dr. Frank Schifferdecker-Hoch. Bereits 1990 wurde mit der Entwicklung der analyse- und gerätegestützten Rückenschmerztherapie – FPZ Therapie – für Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Rücken- und/oder Nackenschmerzen begonnen. 1993 wurde das damalige Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) gegründet. Die dort entwickelte, individuelle Therapie wird von Ärzten verordnet, von Therapeuten in FPZ Therapiezentren persönlich betreut und von aktuell mehr als 50 Kostenträgern erstattet. Das FPZ unterhält inzwischen eine einmalige Datenbank wissenschaftlicher Auswertungen zum Thema Rückenschmerz. // FPZ GmbH. GF: Dr. rer. soc. Frank Schifferdecker- Hoch. HRB 24453 Köln.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Sammelbezeichnungen wie Ärzte, Mitarbeiter, Patienten, Wissenschaftler sind daher als geschlechtsneutral anzusehen.

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